Jörg Wambach - Betreuung
   
  Jörg Wambach
  Betreuung
 
Wem eine Gesetzliche Betreuung angeboten wird sollte sorgfältig abwägen,
ob eine Betreuung tatsächlich notwendig ist.
Als Alternativen muss überprüft werden ob andere Hilfen ausreichend sind wie
Sozialdienst, Einkaufshilfen, Putzdienst, Nachbarschaftshilfe, ect.
Einerseits kann eine Betreuung hilfreich sein andererseits kann eine Betreuung auch eine Belastung sein.
Für was man sich entscheidet bleibt letztendlich jedem selber überlassen.
Grundsätzlich gilt gerade bei der Erkrankung CFS/ME,
CFS/ME ist keine psychische,seelische oder geistige Behinderung
siehe hierzu auch BGB ( Bürgerliches Gesetzbuch)
BGB Gesetzestext

Wichtig für jeden Betreuten ist das *VOR* der Betreuerstellung eine Anhörung ( klingt schlimmer als es ist )
vor Gericht bzw. durch den Richter erfolgen *MUSS*
Dabei sollte man sich ausführlich erklären lassen für welche Aufgabekreise der Betreuer bestellt wird
und was das für Konsequenzen hat.

Betreuung bedeutet auch nicht das man als Betreuter entmündigt wird oder bevormundet wird.
Dies sollte man auch jedem Betreuer unmissverständlich klar machen.
Jeder Betreuer hat sich an dem Wohl und den Wünschen des Betreuten zu orientieren.
Wen man über einen eigenen Willen verfügt und davon gehe ich bei dem Grossteil
der CFS/ME Erkrankten einfach mal aus, darf der Betreuer nur aktiv werden,
wen der Betreute dies wünscht, ansonsten sollte man seine Aufgaben so gut
es geht selbst erledigen um seine eigene Autonomität zu behalten.
Die Gefahr ist dann natürlich auch es sich einfach zu machen und
nach und nach die Aufgaben an den Betreuer zu übergeben

§ 1896
Voraussetzungen

(1) Kann ein Volljähriger auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen, so bestellt das Betreuungsgericht auf seinen Antrag oder von Amts wegen für ihn einen Betreuer. Den Antrag kann auch ein Geschäftsunfähiger stellen. Soweit der Volljährige auf Grund einer körperlichen Behinderung seine Angelegenheiten nicht besorgen kann, darf der Betreuer nur auf Antrag des Volljährigen bestellt werden, es sei denn, dass dieser seinen Willen nicht kundtun kann.

(1a) Gegen den freien Willen des Volljährigen darf ein Betreuer nicht bestellt werden.

(2) Ein Betreuer darf nur für Aufgabenkreise bestellt werden, in denen die Betreuung erforderlich ist. Die Betreuung ist nicht erforderlich, soweit die Angelegenheiten des Volljährigen durch einen Bevollmächtigten, der nicht zu den in § 1897 Abs. 3 bezeichneten Personen gehört, oder durch andere Hilfen, bei denen kein gesetzlicher Vertreter bestellt wird, ebenso gut wie durch einen Betreuer besorgt werden können.

(3) Als Aufgabenkreis kann auch die Geltendmachung von Rechten des Betreuten gegenüber seinem Bevollmächtigten bestimmt werden.

(4) Die Entscheidung über den Fernmeldeverkehr des Betreuten und über die Entgegennahme, das Öffnen und das Anhalten seiner Post werden vom Aufgabenkreis des Betreuers nur dann erfasst, wenn das Gericht dies ausdrücklich angeordnet hat.



 
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